Was kommt nach dem ersten Zen-Leadership-Seminar ?

Das erste Leadership-Seminar liegt hinter mir und ich fühle mich phantastisch ‒ und nun?

Das Gelernte möchte vertieft werden

Das kann man sehr klar beantworten: Wenn man zum allerersten Mal bei einem Seminar teilnimmt, dann ist das in der Regel ein Wochenendseminar, das sind zweieinhalb Tage Zen-Meditation, in der man so weit kommt, dass man eine persönliche, mit dem Meister abgestimmte Übung hat, mit der man weitermachen kann. Der erste Schritt wäre dann, gemäß den Empfehlungen sich einen einladenden Ort zu Hause einzurichten, an dem man die Zen-Übung und Zen-Meditation weiterführt. Danach dann ist es schon sehr ratsam, innerhalb von ein/zwei Monaten an einem Aufbau- und Vertiefungsseminar teilzunehmen, aus zwei Gründen:

 

Zen-Power für unseres Zen-Leadership-Wegs

Zum einen wird man in der Regel von sich aus spüren, dass man weitermachen möchte – das ist natürlich in jedem Fall die Grundvoraussetzung. Nun kann es trotzdem vorkommen, dass man doch davon abkommt. Zum einen, weil die Zen-Meditation zwar schon nach 3 bis 5 Wochen eine spürbare Veränderung im Alltag zeitigt, aber etwas uns vorher im regelmäßigen Üben unterbricht, wie eine Reise, Krankheit oder Ferien mit Familie. Zum anderen, weil der Druck im Alltag sich plötzlich erhöht, oder wir vor einer Herausforderung stehen. Es gibt viele Gründe, die uns vorerst mal kurz von der regelmäßigen Zen-Übung abbringen. Aus „mal kurz“ wird dann „länger“, und dann „gar nicht mehr“, obwohl wir spüren, wissen, wie zentral wichtig gerade jetzt es wäre, in unserer Mitte zu sein. Kurz, keine Übung, keine Wirkung, keine Mitte – was bleibt, ist das Wissen und die Erfahrung aus dem ersten Zen-Seminar, dass es eine Lösung, einen Weg gibt.

Das heißt, dass uns oft die chaotischen Umstände des Alltags, die uns sowieso von allem abbringen und wegen derer wir überhaupt mit der Zen-Meditation begonnen haben, auch noch davon abbringen. Deshalb ist so ein „Brückenpfeiler“ sehr gut – das ist sozusagen nochmal ein Power-Start, und ab da wird es leichter.

Der andere Fall ist, dass nach ein/zwei Monaten die Übung vielleicht beginnt, an Intensität für mich abzunehmen. Ich merke, ich komme zwar so ein bisschen aus meinem alten Denken raus, und empfinde das als sehr heilsam – aber ich erreiche dennoch meine Grenze. Dann kann es nötig sein, eine andere Übung zu nehmen und diese vertiefen. Auch deshalb ist es in der Regel nach kürzerer Zeit, nach ein/zwei Monaten, sehr sinnvoll, mit einem neuen Seminar an das Gelernte anzuknüpfen und es zu vertiefen.

 

Mit dem Zen-Meister den eigenen Weg intensivieren

Ob man einen Zen-Meister „braucht“ , ist gar nicht die Frage. Die Frage ist, wie intensiv ich meinen Weg gehen möchte. Möchte ich wie im Sport eher funktionales Zen üben und es mir erstmal nur um die Zen-Übung geht – dann ist man sehr gut aufgehoben bei guten Zen-Trainern und -meditationslehrern, die einen dann eine Weile auf einem guten Weg begleiten können.

Wenn es aber um Sinn, Tiefe, Zen-Leadership-Weg und fundamentale Veränderung geht, darum Hindernisse aufzulösen, Herausforderungen zu meistern oder vor allem natürlich auch um die Frage der Spiritualität – dann ist es gut, über einen erfahrenen Zen-Meditationslehrer oder einen Zen-Meister mit Leadership-Erfahrung diesen Weg weiter zu gehen.

Ich merke dann, wie sich mir schneller die Türen öffnen auf meinem Weg, die eigene Mitte zu finden, und dass ich das gewünschte Ziel schneller und wirkungsvoller erreiche.

 

 

Zen-Meister Hinnerk Syobu Polenski im Gespräch
mit Teilnehmern eines Zen-Leadership-Seminars, November 2015